Präsentation der Französischen Akademie

am 5/06/2019     um  19.00 h    
im Kulturhaus St.Ingbert, Annastr. 3o
Die Académie Francaise wurde im 17. Jahrhundert von Kardinal Richelieu gegründet.  Zu ihr gehören
40 auf Lebenszeit berufene Mitglieder, die sog. „Unsterblichen“.  Ihr Sitz ist das Institut de France
gegenüber dem Louvre.  Die offizielle Aufgabe der Akademie ist die „Vereinheitlichung und Pflege der
französischen Sprache“, besonders die Herausgabe eines Wörterbuchs, dessen 9. Auflage zurzeit in
Vorbereitung ist.  Sie dient ferner der Vergabe prestigeträchtiger Literaturpreise.  
Sprachkritische Bemerkungen zur Arbeit der Akademie ergänzen die Präsentation.
Unser Referent ist Dr. Wolfgang Bufe, Präsident unserer Vereinigung.

Stand des Französischunterrichts in Deutschland und des Deutschunterrichts in Frankreich

Wie steht es um den Französischunterricht in Deutschland und mit den Deutschunterricht in Frankreich nach den verschiedenen Schulreformen, und 5 Jahre nach der angekündigten Frankreichstrategie im Saarland?

Unser Gast, Corinne Ropital-Blondel, Vorsitzende der ADEAF Nancy-Metz (Vereinigung zur Förderung der deutschen Sprache in Frankreich) bietet uns diese Übersicht. Dieses hochaktuelle Thema in unserer Grenzegion eignet sich insbesondere kurz vor den Europawahlen für einen fruchtbaren Austausch nach dem Vortrag unserer Referentin.

Veranstaltung am 15.5.2019 um 19 Uhr

in der Médiathèque Sarreguemines

In Kooperation mit der Médiathèque und der Unterstützung der Université Populaire Sarreguemines

 

 

"Ce qui nous lie / Der Wein und der Wind" von Cédric Klapisch

mit Pio Marmaï, Ana (nicht Annie!) Girardot und François Civil
JOUR FIXE des Films in französischer Sprache (mit deutschen Untertiteln)
in  der KINO-Werkstatt, Pfarrgasse 49, St. Ingbert
am 05. 05. 2019, 11 Uhr
Wiederholung am selben Tage um 18 Uhr
 
Jean, Juliette und Jérémie sind drei erwachsene Geschwister. Sie sind die Sprösslinge eines kleinen Familienweingutes im französischen Burgund. Das Leben der drei Geschwister entwickelte sich unterschiedlich. Der älteste der drei Geschwister, Jean, wanderte nach Konflikten mit seinem Vater aus, bereiste die Welt und erwarb in Australien ein Weingut mit seiner Freundin Alicia, mit der er einen kleinen Sohn hat. Der jung verheiratete Jérémie lebt mit kleinem Kind bei den Eltern seiner Frau Océane. Juliette ist Single, widmet ihr Leben dem Wein und verblieb bei ihrem Vater auf dem elterlichen Weingut.
Als der Vater der drei Geschwister unerwartet im Sterben liegt, kehrt Jean nach zehn Jahren Abwesenheit auf das elterliche Weingut zurück. Nach dem Begräbnis geht es ums Erbe und die Bezahlung der Erbschaftssteuer von 500.000 Euro. Nur durch einen teilweisen Verkauf des Weingutes scheint die Begleichung dieser Summe möglich.
Während sie die Weinlese gemeinsam organisieren, treten außerdem die privaten Probleme der drei Geschwister zu Tage. 
 
 
 
 
 

Des hommes et des dieux / Von Menschen und Göttern" (2010)

Film von Xavier Beauvois, mit Lambert Wilson

im Rahmen JOUR FIXE des Films in französischer Sprache (mit deutschen Untertiteln) 

in der KINOWERKSTATT PFARRGASSE 47, 66386 ST. INGBERT am Sonntag, den 14,April 2019 um 11 Uhr

Im Kloster Notre-Dame de l’Atlas in Tibhirine im algerischen Atlas-Gebirge leben neun Trappisten-Mönche in
Nachbarschaft mit der vorwiegend muslimischen Bevölkerung. Die Dorfbewohner konsultieren den Arzt, Bruder
Luc, oder lassen sich von den Mönchen beim Verkehr mit den Behörden helfen. Als radikale Islamisten alle Ausländer
auffordern, das Land zu verlassen und bald eine Gruppe kroatischer Arbeiter niedermetzeln, stellt sich für die Mönche
die Frage, ob sie bleiben oder gehen sollen. Den Vorschlag der Behörden, das Kloster militärisch bewachen zu lassen,
lehnen sie ab. Eine schwierige Zeit beginnt, in der die Mönche zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und jenem, die
lokale Bevölkerung nicht im Stich zu lassen, abwägen. Am Weihnachtstag tauchen islamistische Kämpfer auf und
verlangen, dass ihr verletzter Kamerad medizinische Versorgung erhält, die ihm die Mönche geben. Sie ziehen wieder
ab. Nach wenigen Tagen erscheinen sie wieder...
 
 
 
 

"Kampf der Kulturen" in Kriegszeiten

Die Kontroverse zwischen Romain Rolland und Thomas Mann im Ersten Weltkrieg

Vortrag  und Diskussion von und mit Professor Manfred Schmeling

am 10.4.2019 um 19 Uhr

geänderter Ort: VHS in der Kohlenstr.13

Sankt Ingbert

Das Buch von S. P. Huntington, “Clash of Civilizations” (1996),befasst sich primär mit dem Konflikt zwischen den Religionen.

Es scheint aber nicht übertrieben, wenn man die Kriege zwischen Deutschen und Franzosen ebenfalls als „Kampf

zwischen den Kulturen“ auffasst. Zwei Nobelpreisträger des vergangenen Jahrhunderts, Romain Rolland (Au-dessus de la

mêlée, 1914) und Thomas Mann (Betrachtungen eines Unpolitischen, 1914-18) bezeugen das in ihren Schriften des

Ersten Weltkriegs. Die Kontroversen beruhen auf sehr unterschiedlichen Wertvorstellungen und Ideologien. Während

Rolland für Menschenliebe und Pazifismus eintritt, legitimiert Th.Mann den Krieg als Mittel der Konsolidierung nationaler Kultur.

Beide Schriftsteller liefern zudem Musterbeispiele heftiger Polemik. Rolland wird von Mann als „im Geistigen unbewandeter Spießer“

beschimpft, und Rolland nennt die Deutschen „les petits-fils...d‘Attila“.